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Karamarkos Abrechnung mit der kommunistischen Altlast Kroatiens

Noch nie in der Geschichte Kroatiens war ein Lustrationsgesetz so greifbar wie nach den Parlamentswahlen 2016. Das weiß HDZ-Chef Tomislav Karamarko. Immer häufiger und direkter zielen seine Worte in Richtung der Tito-Nostalgiker.

„Wir werden die Gesellschaft demokratisieren. Der Kampf für die Wahrheit und einen zeitgenössischen demokratischen Staat, in dem jeder selbst die Folgen seines gesellschaftlichen Engagements tragen muss, hat keine Alternative. Nur in diesem Sinne können wir von einer Lustration sprechen.“, ließ Karamarko über sein Facebook-Profil verlauten. Er fügte hinzu, dass es keine Jagd auf Menschen geben werde.

„Am wichtigsten war uns, dass diese neokommunistische, unmenschliche Regierung den Ban Palast verlässt“

„Eine Lustration zeichnet den Kampf für ein kroatischen Staat aus, der mit Regeln und wahrhaftigen Definitionen daherkommt. Die Lustration ist unsere Entscheidung, dass wir nichts mit den Werten vor dem Jahr 1990 zu tun haben wollen. Die Lustration ist unsere Entscheidung, unsere Werte über den Unabhängigkeitskrieg und Dr. Franjo Tudjman zu definieren. Sie können uns nicht das anbieten, was wir 1990 abgelehnt hatten, sie können uns nicht ihre bolschewistische Mentalität aufdrängen. Einige sollten aufhören über das zu dozieren was vorbei ist. Am wichtigsten war uns, dass diese neokommunistische, unmenschliche Regierung den Ban Palast verlässt.“, sagte Karamarko. Dabei deutete er an, den „Josip Broz Tito“-Platz noch in diesem Jahr umzubenennen.

Karamarko äusserte darüber hinaus sein Bedauern über die etlichen Provokationen und Beleidigungen in Richtung des neuen Premiers Oreskovic und des neuen Kulturministers Hasanbegovic aus der den Reihen der SDP. Hasanbegovic zog sich den Unmut der SDP-Mitlieder auf sich, als er es wagte offen im Fernsehen zu seiner Meinung zu stehen, dass der Unabhängigkeitskrieg ein Befreiungsschlag vom Kommunismus gewesen sei. SDP-Miglieder nannten ihn deswegen offen einen Faschisten.

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